4 Fragen an Philip und Robert: Hafervoll makes „Müsliriegel great again!“

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Das Food Startup HAFERVOLL hat bereits erfolgreich eine Crowdfunding Kampagne durchgeführt. Schon damals, im Jahr 2013, als eine Investition in Lebensmittel noch ziemlich unsexy war, die Höhle der Löwen in den Kinderschuhen steckte und Trump noch nicht US Präsident war, dachten sich Philip Kahnis und Robert Kronekker: we make Müsliriegel great again!

Gesagt getan? Nein, ganz so einfach wars dann doch nicht. Es dauerte neben einer Vision auch diverse Küchenversuche und Rezepturexperimente in der heimischen Küche, nervenaufreibende Businessplanwettbewerbe, zwei gekündigte Jobs, eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne und letztlich die nicht unwichtige Hilfe der Food Angels um den ersten HAFERVOLL Flapjack in die Öfen und Regale zu bringen. Wir sprachen mit Philip und Robert über ihr Erfolgsrezept:

Wie macht HAFERVOLL unsere Ernährung besser?

Unsere Riegel sind ohne Zusatzstoffe, wie zum Beispiel künstliche Farbstoffe, Bindemittel oder Aromen. Durch den hohen Anteil an Haferflocken und Nüssen sättigen unsere Riegel zudem ganz gut. Deswegen sprechen wir auch gerne vom Müsli für die Hosentasche, für alle, die wenig Zeit haben und sich trotzdem natürlich ernähren wollen. Unsere Zutatenliste ist zudem so einfach und verständlich, da gibt es keine bösen Überraschungen.

Eure ersten Müsliriegel habt ihr mit Crowdfunding finanziert. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Ich finde Crowdfunding in all seinen Formen immer noch ein super Instrument für Food Start-ups. Egal ob als Teil einer Finanzierung, PR und Marketing oder um Kundenfeedback zu bekommen. Die Resonanz auf unsere Kampagne war insgesamt sehr positiv. Aber man darf den Aufwand dahinter nicht unterschätzen. Das haben wir damals vielleicht ein wenig getan. Du musst einen strategischen Plan über alle weiteren Schritte erstellen, nebenbei die Werbetrommel rühren und deine Crowd auf dem Laufenden halten. Jeder Schritt sollte gut überlegt und geplant sein. Zu hoffen, dass das Ding viral geht, ist keine Strategie.

Welche Tipps habt ihr für Food Startups?

Ausdauer und Hartnäckigkeit sind für mich immer noch elementare Säulen. Die Situation für Food Start-ups in den letzten f

ünf Jahren nach unserer Gründung hat sich sicherlich deutlich verbessert. Es gibt heute viel mehr Programme und Aufmerksamkeit für das Thema als damals. Auch der Handel setzt inzwischen auf den Trend. Ich hoffe sehr, dass da nachhaltige Konzepte entstehen.

Aber trotzdem brauchen die meisten Food-Themen einfach länger, gerade wenn man in den Lebensmittelhandel will. Daher sollte man schon früh seine eigenen Möglichkeiten im Online-Geschäft ausloten und ausschöpfen.

Am Ende aber auch der Tipp: Egal wie ausdauernd und hartnäckig ihr seid, egal wie viele Räder und Schrauben ihr gedreht habt, wie viel Aufmerksamkeit und PR ihr bekommen habt – wenn sich das Produkt trotz aller Justierungen und Verbesserungen nicht dreht, dann liegt es am Produkt und nicht am Kunden. Dann muss vielleicht ein kompletter Pivot her.

Was ist eure Vision für HAFERVOLL?

Wir wollen gesunde Ernährung einfach machen.

Mit unseren handgemachten Flapjacks bieten wir schon heute eine gute Alternative im Müsliriegel-Regal und online. Aber die Distribution ist noch deutlich hinter den großen Konzernen in dem Segment und unsere Alternative daher nicht für jeden Kunden verfügbar. Schön wäre, wenn sich das in den nächsten Jahren ändert und jeder in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Möglichkeit hat zu einem HAFERVOLL Riegel zu greifen. Und danach erobern wir dann die Welt mit unseren Riegeln…

Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg!

Weitere Infos zu HAFERVOLL gibt’s hier.

Du planst selbst eine Crowdfunding-Kampagne? Dann solltest du dich schnell für den Crowdfunding Contest Food 2018 bewerben. Alle Infos und Links findest du hier.

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